237.784 cm3 — Freie-Klasse Konzepte

Ein Blick nach unten. Der Boden als Ausstellungsfläche.

Wer die Galerie Der Mixer betritt, findet leere Wände vor. Stattdessen richtet sich der Blick nach unten auf einen erhöhten Boden, der die Galerie durchspannt und zur Ausstellungsfläche wird. Dieser konstruierte Boden fungiert als verbindendes Element zwischen unterschiedlichen künstlerischen Positionen; Arbeiten sind auf diesem zweiten Boden platziert, in ihn eingelassen oder verbergen sich darunter.

Durch diese Verschiebung werden klassische Sehgewohnheiten des Galeriebesuches bewusst gebrochen: Der Fokus wandert von der Wand – traditionell privilegierter Ort der Präsentation – auf den Boden, jenes omnipräsente, doch oft übersehene Element des Raums. Dort werden Fragen von Flächenaufteilung, Nutzung, Materialität und Zugänglichkeit unmittelbar erfahrbar. Ohne namentliche Zuordnung tritt die gemeinsame Fläche in den Vordergrund.

Die Freie Klasse der Hfg Offenbach  präsentiert sich in ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung als Kollektiv abseits individueller Autor- und Autorinnenschaft.

GEÖFFNET VOM 21. Februar bis 16. April 2026:

Donnerstag, Freitag von 14-7 Uhr / Samstag 13-18 Uhr 

EVENTS: 14.3.: Pic Nic & Readings / 28.03. Carrera and Drinks / 22.02 + 29.03: Open Galleries Sunday (alle Galerien Frankfurt Mitte) / Soft Opening 13.03. 


A Look Downwards. The Floor as Exhibition Space.

Upon entering the Der Mixer gallery, visitors are greeted by empty walls.

Instead, their gaze is drawn downwards to a raised floor that spans the gallery and becomes the exhibition space. This constructed floor acts as a connecting element between different artistic positions; works are placed on this second floor, embedded in it, or concealed beneath it. This shift deliberately disrupts traditional gallery viewing habits: The focus moves from the wall—traditionally the privileged site of presentation—to the floor, that omnipresent yet often overlooked element of the space. There, questions of spatial division, use, materiality, and accessibility become directly tangible. Without any specific attribution, the shared space takes center stage.

The Free Class of the Offenbach University of Art and Design presents itself in its first joint exhibition as a collective, independent of individual authorship.

OPEN FROM February 21 to April 16, 2026: Thursday, Friday from 2 pm to 7 am / Saturday 1 pm to 6 pm

EVENTS: March 14: Picnic & Readings / March 28: Carrera and Drinks / February 22 + March 29: Open Galleries Sunday (all galleries in Frankfurt Mitte) / Soft Opening March 13

HEIMSUCHUNG / HAUNTED

Abbildung:

Michaela Schrabeck: „Kinderspiel“, partizipatives, variables Objekt, Holz, Fotos, Koordinaten, 2014

Zum Gedenken an das Kriegsende vor achtzig Jahren widmet sich die Gruppenausstellung einem dunklen Thema: wie umgehen mit Krieg, Gewalt, Ängsten und negativen Gefühlen? Hilft es, die Themen zu umgehen? Oder kehren Sie dann geisterhaft wieder und suchen uns umso schlimmer heim?
Künstler:innen spüren oft einen inneren Drang, sich dunkler Themen anzunehmen. Ganz aktuell zeichnet die Ukrainerin Molly Route „Wartime Graphics“ in Kiew. Der „Veteran“ des Bildhauers Wolfgang Aulbach ruft tiefliegende Verwundungen auf.  Christel Funks Malerei bezieht sich auf Gewalt innerhalb unserer Gesellschaft, während Michaela Schrabeck Familiengeschichte im 2. Weltkrieg thematisiert. Ganz subtil wiederum umkreist Ji Heaun Kweon negative Gefühle und die manchmal schwierigen Annäherungen zwischen Menschen.

Die emotionale Durchdringung mittels der Kunst kann befreiend sein. Trotzdem eine Content Warning: einige der Kunstwerke zeigen Gewalt und sind für Kinder und besonders sensible Personen evtl. nicht geeignet.

Geöffnet  bis 25. Oktober 2025:  Freitags 15-18 Uhr / Samstags 11-15 Uhr 

Open Sunday am 28. September 2025 von 14-18 Uhr

Wegen Feiertag geschlossen am 3. und 4. Oktober 2025