BODY EXTENSIONS – Soloperformances und Ausstellung

Eröffnung am 31.01.2026 um 17:00 Uhr
Ausstellung vom 01.02.2026 bis 14.02.2026

 

..eine Hand ragt aus einer Matratze, Erinnerungsfetzen fliegen durch den Raum, ein Waschmaschinenkarton scheint sich zu bewegen…

Ein Leistungskurs Kurs der Karl-Rehbein-Schule Hanau realisiert in Kooperation mit dem International Performance Association (IPA) e. V. das Performanceprojekt „Body Extensions“.

Ausgehend von der Frage, wie sich der menschliche Körper erweitern, transformieren und in den Raum hineindenken lässt, entwickelten die Teilnehmenden individuelle Körpererweiterungen. Diese fungieren nicht als Kostüm oder Illustration, sondern als performative Werkzeuge: Als dreidimensionale Bilder, die im Raum aktiviert werden und neue Bewegungen, Haltungen und Wahrnehmungen hervorbringen. Historische Bezüge aus Performancekunst, Mode, Film und Alltagskultur treffen dabei auf persönliche Fragestellungen und experimentelle Materialentscheidungen.

Am 31. Januar 2026 präsentieren die Schüler*innen nun ihre Soloperformances in der Galerie DER MIXER, Frankfurt am Main. Zu sehen sind performative Arbeiten zwischen Körper, Objekt und Raum – konzentriert, fragil, widerständig.

Bis Samstag, den 14. Februar 2026, können Besucher*innen der Galerie Ausstellungsstücke, Relikte sowie Video- und Fotoarbeiten zu den Performances sehen. 

Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch die großzügige Förderung des Bildungsprogramms KUNSTVOLL des Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Programm

17:00 Uhr: Eröffnung

Jürgen Fritz (Vorstand des Mixer e.V.)

Christine Biehler (Projektverantwortliche für „Body Extensions“)

Ab 17:30 Uhr: Performances

Soloperformance von Lea-Marie Biehler:

Gründungsmitglied des Mixer e. V..  Performance im Rahmen des Kunstseminars „Poesie und Politik in der Plastik“ an der Goethe-Universität Frankfurt

Performances von Schüler*innen der Karl-Rehbein-Schule Hanau:

Dan Thi Pham, Giuliana Pfaff, Eda Kalmik, Elias Harmanus, Emil Brandt, Kristina Spengler, Diana Sorsov, Lilly Emmerling

DER MIXER GOES KUNSTVEREIN

Jürgen Fritz, „Ohne Titel“, Performance Fotografie Nr. 247, Farbfotografie auf Papier, 55cmx19,8cm. Künstlerin: Andrea van Gelder, Den Haag, 2017.

Schon seit mehr als 8 Jahren gibt es die Galerie
DER MIXER in der Frankfurter Innenstadt.
Gegründet von Thomas Sterna und als Kunstkollektiv
geführt, lag der Schwerpunkt schon
immer auf experimenteller Kunst.
Mit der Gründung eines gemeinnützigen
Vereins wird die Galerie nun auf eine neue
Basis gestellt.
Der neue Verein führt die Galerie weiter als
Raum für:
-Experimentelles und Sperriges
-Kunsterlebnisse und Begegnungen
-Performance Art und LIVE ACTS
-Workshops und Vermittlungsformate
-internationale Austauschprojekte.
Zur Feier der Vereinsgründung und um den
jungen Verein zu fördern, haben die
Gründer*innen befreundete Künstler*innen
eingeladen, um gemeinsam auszustellen.

ERÖFFNUNG

am Freitag, den 31.10.2025 um 19:00 Uhr

PROGRAMM

BENEFIZ-AUSSTELLUNG
MIT WERKEN VON

Petra Abroso, Christine Biehler,
Markus Daniel, Jürgen Fritz, Molly Route,
Michaela Schrabeck, Thomas Sterna,
Valeria Stufflesser, Zischg + Kolt.

20:00 Uhr: Eröffnungsrede von Thomas Sterna

20:30 Uhr: Performance von Jürgen Fritz

Bevor wir an die Erde zurückerstatten unser
missbräuchlich verwendetes Genmaterial
(Live-Loop-Performance für Text, Stimme,
Stepper und Gitarren-Tuner)

HEIMSUCHUNG / HAUNTED

Abbildung:

Michaela Schrabeck: „Kinderspiel“, partizipatives, variables Objekt, Holz, Fotos, Koordinaten, 2014

Zum Gedenken an das Kriegsende vor achtzig Jahren widmet sich die Gruppenausstellung einem dunklen Thema: wie umgehen mit Krieg, Gewalt, Ängsten und negativen Gefühlen? Hilft es, die Themen zu umgehen? Oder kehren Sie dann geisterhaft wieder und suchen uns umso schlimmer heim?
Künstler:innen spüren oft einen inneren Drang, sich dunkler Themen anzunehmen. Ganz aktuell zeichnet die Ukrainerin Molly Route „Wartime Graphics“ in Kiew. Der „Veteran“ des Bildhauers Wolfgang Aulbach ruft tiefliegende Verwundungen auf.  Christel Funks Malerei bezieht sich auf Gewalt innerhalb unserer Gesellschaft, während Michaela Schrabeck Familiengeschichte im 2. Weltkrieg thematisiert. Ganz subtil wiederum umkreist Ji Heaun Kweon negative Gefühle und die manchmal schwierigen Annäherungen zwischen Menschen.

Die emotionale Durchdringung mittels der Kunst kann befreiend sein. Trotzdem eine Content Warning: einige der Kunstwerke zeigen Gewalt und sind für Kinder und besonders sensible Personen evtl. nicht geeignet.

Geöffnet  bis 25. Oktober 2025:  Freitags 15-18 Uhr / Samstags 11-15 Uhr 

Open Sunday am 28. September 2025 von 14-18 Uhr

Wegen Feiertag geschlossen am 3. und 4. Oktober 2025


 

MÜDIGKEIT / SLEEPINESS

Anja Hantelmann, Kaya & Blank, Martina Borsche, Elena Carr, Julia Koschler, Johanna Locher, Vanessa Luschmann, Veronica Moroder, Franziska Schrödinger, Elsa Zasche, sowie Sound von H3xe

Vom 08.08. – 24.08.2025
Geöffnet Freitag 15-19 und Samstag 11-15 Uhr – sowie n.V.
Open Sunday und Finissage am 24.8.2025 von 14-18 Uhr

Diese Ausstellung versteht sich als Kommentar zu unserer beschleunigten Gegenwart. Sie zeigt „Müde Zines“, organisiert und kuratiert von Lukas Picard. Es ist eine Sammlung von risographisch gestalteten Drucken in der neun Künstler*innen „die Möglichkeit zurückerobern, müde zu werden, müde zu sein und einander davon zu erzählen. Sie zeigen, dass unsere Müdigkeit weit mehr ist als eine persönliche Befindlichkeit, Müdigkeit verweist auf ermüdende Strukturen.“  

Die Zines werden kontrastiert durch die Werke von Anja Hantelmann aus der Serie „Was das Zimmermädchen sieht“. Ihre Malerei (Eitempera auf Nessel) erzählt von der gleichzeitigen An- und Abwesenheit der Schlafenden durch die Abdrücke ihrer Körper. Geht es hier um Reisende auf der Suche nach Erholung? Oder gar um Spuren eines heimlichen Rendezvous – Flucht aus dem Alltag? Es bleibt verborgen und unserer Interpretation überlassen.

Zu den Exponaten lässt sich Sound von H3xe aufrufen, die ihre ursprünglich für Clubs produzierten Tracks hier in entschleunigter Form hörbar macht. 

Abbildung: „Die Müdigkeit“, Zines in
Risodruck-Technik, Idee und Kuratierung: Lukas Picard


 

„As If It Was“

GRETA FAY – Fotografie  / PIERRE VERAGO – Malerei, Installation

17. Juli bis 3. August 2025

Pierre Veragos Leinwände und Installationen zeigen ihre Wirkung im Prozess der Betrachtung. Subtiles offenbart sich hinter den Spuren teils roher Bearbeitung. Mit hintergründiger Ironie stellt Verago die Konventionen von Malerei und Bildträger in Frage und denkt sie zugleich konsequent neu. Material steht im Zentrum seines forschenden Schaffens und wird durch gezielte Bedeutungsverschiebungen neu kontextualisiert. So entstehen Werke, die zwischen Zartheit und Widerstand oszillieren.

Greta Fays Fotografien sind ebenfalls von Subtilität geprägt. Sie erzeugen eine unbestimmte und vorläufige Stimmung. Hier geht es nicht um den schönen Schein, sondern um Innerlichkeit. Zwischenstände und flüchtige intime Momente. Ihre Fotografien stellen still Fragen: nach Verbundenheit, nach Bedeutung, nach dem Platz einer Generation, die fragend durch die Welt geht. 

Eröffnung am Donnerstag, dem 17. Juli 2025 von 18-22 Uhr – wir freuen uns auf Euch!

 

 

 ein Haufen Jeans (ohne Titel) von Pierre Verago

Nora – Greta Fay


 

KUNSTPAUSE / ARTBREAK

27.Juni bis 30. August 2025
 
Diesen Sommer geht das Kunstkollektiv DER MIXER FRANKFURT neue Wege. Die Galerie verwandelt sich vom „White Cube“ zu einem Ort für Erholung, Kontemplation und Austausch. Geboten werden kurzfristig wechselnde Ausstellungen, Gespräche und Platz zum Verweilen mit kühlen Getränken.
 
Zum Auftakt zeigen wir: 
ANDREA INTERSCHICK – In den Wäldern 
 
Die Künstlerin ist formal und inhaltlich eine Grenzgängerin. Ihr Werk lebt von subtilen Brüchen: formal bricht sie ihre farbensatte gegenständliche Malerei mit abstrakten Pinselschwüngen auf. Der spontane Duktus legt die Freiheit und Schnelligkeit des Malprozesses offen und verleiht den Werken lebendige Ausdruckskraft.
Inhaltlich entpuppen sich die Bilder als Vexierspiel: zunächst friedlich wirkende Naturmotive sind bei näherem Hinsehen oft unheimliche Orte, in die der Mensch mit Krieg und Gewalt einbricht.
Andrea Interschick studierte an der Akademie in Berlin und lebt und arbeitet in der Nähe von Frankfurt.
 
Ausstellung kuratiert von Michaela Schrabeck
Öffnungszeiten: Freitag von 16-19 + Samstag von 12-15 Uhr – sowie nach Vereinbarung: Tel. 0151 20632057
 
 
Andrea Interschick, „Totholz“, 2022, Öl auf Leinen, 80 x 100 cm
 
 
Andrea Interschick, „Vermächtnis des Waldes“, 2022, Öl auf Leinen,
80 x 100 cm

Thomas Sterna ACH…ICH…

Künstlerische Arbeiten 1990 -2025

Eröffnung: Freitag, den 9.5.25, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 10.5. – 21.6.25 

„Die Weltlage spitzt sich dramatisch zu: Eine steigende Zahl autoritärer Machthaber, drohende Klima-Kipppunkte, wachsende ökonomische Verwerfungen und zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen signalisieren, dass das Versprechen der Moderne, alles werde für alle kontinuierlich besser werden, nicht mehr gilt. Zugleich verhalten sich viele Politiker, allen voran der neue amerikanische Präsident, wie frühe Avantgardist*innen und praktizieren „kreative Zerstörung“. Die Kettensäge z.B., in den Achtzigern noch primär ein neues, von traditionell orientierten Kunstrezipienten mit Misstrauen betrachtetes Werkzeug künstlerischen Ausdrucks, wird jetzt unter dem Beifall der Massen, aber auch vieler europäischer Politiker*innen aus dem konservativen oder liberalen Lager, vom argentinischen Präsidenten Javier Milei oder Elon Musk triumphierend auf Wahlbühnen geschwenkt. 

Für mich stellte und stellt sich in diesem Kontext gerade täglich die Frage, wie ich mit diesem neuen Außen umgehen soll. Es gibt Kolleg*innen, die laut eigener Aussage aufgehört haben, Zeitungen zu lesen und Nachrichten zu hören, mit der Absicht, sich stattdessen ganz auf sich selbst und die eigene Arbeit zu konzentrieren. Ich halte das für problematisch, denn es gibt heute, auch wenn einzelne Tech-Milliardäre das Gegenteil behaupten, keinen Platz mehr auf dieser Welt, wo wir vor den Folgen der dramatischen Veränderungen sicher sein könnten. Formaler Eskapismus kann also keine Lösung sein, rein politischer Aktivismus wohl auch nicht. (Das können andere besser.) In der Mitte zwischen diesen beiden Polen sollte aber nach wie vor ausreichend Platz für „sensible“ Künstler*innen sein, „Haltung“ zu zeigen und über den „eigenen Rahmen“ hinaus Verantwortung zu übernehmen.“ (Thomas Sterna) 

Ausstellungsdoku: 


 

Gerhard Johann Lischka: Kontakte

Geistesgegenwertige Reflexionen – Bilder, Texte und Videos 

 

Eröffnung: Freitag 14.03.2025 um 19 Uhr

Einführung: Thomas Sterna

Ausstellung: 15.03. – .03.05. 2025

geöffnet: Freitags von 15-18 und Samstags von 12-16 Uhr

Offener Sonntag: 06.04.2025  14-18Uhr

und nach telefonischer Vereinbarung +49 01713173041

DER MIXER FRANKFURT Galerie

Fahrgasse 22

(Direkt gegenüber MMK)

60311 Frankfurt am Main

http://www.dermixerffm.eu

 

»Lischkas Denken geschieht im Interesse, Dualismen aufzulösen:
Im Dazwischen von Körper und Geist, Aktuellem und Virtuellem, Theorie und Aktion. Deswegen hat sein Sprechen etwas Ansteckendes.
Es infiziert reine Gedanken mit schmutzigen Ideen, es lässt getrennte Systeme korpulieren, löst akademische Kategorien auf und bastardisiert Theorie mit Leben. “ (Thomas Feuerstein)

 

Gerhard Johann Lischka (* 1943 in Muntlix, Österreich) ist ein Kulturphilosoph, Medientheoretiker und Kurator. Er lebt und arbeitet in Bern.

Lischka studierte Philosophie, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in München und Bern. Ab 1969 organisiert er Symposien, veranstaltet Aktionen und kuratiert Ausstellungen. Er konzipiert Radio- und TV-Sendungen zur Thematik neuer Strömungen in der Philosophie und der zeitgenössischen Kunst. Als Gastdozent ist er an der Universität Essen, am San Francisco Art Institute (SFAI), an der Universität für angewandte Kunst in Wien, an der Fachhochschule Köln, an der F+F Schule für Kunst und Design Zürich sowie an der Hochschule der Künste Bern HKB tätig.

1985 kuratierte er die Ausstellung Alles und noch viel mehr im Kunstmuseum Bern und in der Kunsthalle Bern. 1992 kuratierte er die Ausstellung Der entfesselte Blick im Kunstmuseum Bern und im Seedamm Kulturzentrum Pfäffikon SZ.

In Kooperation mit dem Kunstmuseum Bern und dem Benteli Verlag Bern leitete er von 1992 bis 1996 die Symposienreihe Am Nerv der Zeit mit den Philosophen Jean Baudrillard, Vilém Flusser, Niklas Luhmann, Paul Virilio und den Kunstschaffenden Marina Abramović und VALIE EXPORT und Peter Weibel. (Quelle: Wikipedia)

DREI

Die Gruppenausstellung zeigt künstlerische Arbeiten von Marilena Faraci, Hermann Kirsten und Andrea Noeske Porada.

Eröffnung: Freitag 17.01.2025 um 19 Uhr

Einführung: Heike Sterna

Ausstellung: 18.01. – 08.03.2025

 

In drei unterschiedlichen Herangehensweisen erleben wir die Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Verwerfungen. Wie soll der/die Einzelne reagieren? Den Finger offensiv in die Wunde legen oder sich eher zurückgezogen um Resilienz bemühen. Was kann Kunst in dieser an Zuspitzungen reichen Gegenwart leisten? 

Marilena Faraci: 

In meinen abstrakten Arbeiten setze ich mich mit verschiedenen Lebensthemen auseinander, die in einer meist formlosen Gestaltung ihren Ausdruck finden. Die Leitmotive sind unterschiedlich, durch Farben, Formen, Struktur und Linien findet eine gestalterische Umsetzung statt. Es handelt sich um den Versuch des Festhaltens von spontanen Erinnerungen, Gefühlen und Zuständen, teils zufällig und teils bewusst gesetzte Kompositionen die Themen symbolisieren.

  In dieser Ausstellung in der Galerie Mixer sind Arbeiten zu sehen, die ich “Dystopische Landschaften“ genannt habe. Angeregt durch die Installation von Andrea Noeske-Porada „Bomben über Kiew,“ zeige ich Arbeiten, die surreale Landschaften symbolisieren, die durch Zerstörung und Krieg zu Auslöschung von Licht, Farbe und Sonne führen. Der kalte Winter ist ebenfalls Thema und wird durch meine fast achromatischen Arbeiten (Bitumen, Öl und Acrylfarben auf Papier) dargestellt. 

Marilena Faraci, geboren 1963 in Padua, Italien. Lebe seit 1971 in Deutschland, habe Kunst und Psychologie in Frankfurt am Main studiert. Seit 2007 stelle ich in Einzel-und Gruppenausstellungen meine Arbeiten im In- und Ausland aus.

Hermann Kirsten: 

Die Erfahrung mit Arbeiten zu aktuellen Themen wie dem Klimawandel hat gezeigt, dass diese Aspekte zwar zur Kenntnis genommen werden, im Grunde aber kaum wirkliches Interesse hervorrufen. „Ist doch ein alter Hut, will doch keiner mehr sehen“.

So habe ich dies zum Thema der Ausstellung gemacht. Welche Kunst wollen wir sehen? Was erzeugt Interesse? Was kann weg? Interessiert mich überhaupt das Interesse der anderen? Unter dem Titel „Das ÜNA-Konzept – Drei Arten von moderner Kunst“ versuche ich eine unkomplizierte Neu-Kategorisierung. 

Ü: Werke der Überflüssigen Kunst zeichnen sich z.B. dadurch aus, das sie zwar Bedeutungen enthalten, jedoch keine erkennbaren Wirkungen beim Betrachter zeigen. 

N: Werke der Netten Kunst beantworten keine Fragen oder beantworten Fragen die niemand stellt. Bedeutungen sind unmittelbar einsichtig oder nicht vorhanden. 

A: Werke der Antikunst sind Kunst die keine sein will. Bewusst jede Bedeutung und Ästhetik vermeidend reduziert sich alles auf den Prozess. Interpretation sinnlos. 

Die Sache klingt zunächst einfach. Aber: In welche Schublade lege ich mein neues Bild? Oder passt es in zwei, vielleicht in keine? Führt das Herausnehmen eines Bildes aus einer Serie zu einer Neuzuordnung? … Was lösen die Begriffe Ü/N/A bei mir aus?

In der Ausstellung zeige ich Objekte aus den drei Kategorien. Aus Platzgründen aber nur einige im Original, die Gesamtsicht in einer Art Plakat.

Hermann Kirsten, geboren 1949, lebt und arbeitet in Wiesbaden. Mathematiker, langjährige Tätigkeit im Bank- und Immobilienbereich.Seit 2000 Beschäftigung mit Fotografie, seit 2011 mit Malerei.

Andrea Noeske-Porada: 

In meinem Ausstellungszyklus „Düstere Tage“ aus geformten und geschwärzten Stofftaschentüchern begegnete ich 2021/2022 den Auswirkungen der globalen kriegerischen Konflikte und Verschiebungen auf meine Gefühlswelt. Das Atelier war Rückzugsort, wenn die Grenze des Zumutbaren erreicht wurde und die innere Verrohung drohte.

Anlass waren 2021 die Evakuierungsflüge aus Afghanistan. Es folgte 2022 mit Beginn des Krieges in der Ukraine das in dieser Ausstellung gezeigte Objekt „Bomben auf Kiew“. Die Wandinstallation aus sich der Verformung widersetzenden Taschentüchern verbindet Objekt und Installation.

Andrea Noeske-Porada, geboren 1954, in Wiesbaden als freischaffende Objekt- und Installationskünstlerin arbeitend. Meine formalen Studienabschlüsse sind ein dreijähriges Kunststudium an der Europäischen Kunstakademie in Trier, die Zertifizierung Filzdesign und das 2. juristische Staatsexamen (1983 in NRW). Kunstgeschichtliche und -theoretische Studiengänge in Mainz ergänzten die Kunstausbildung.

www.anp-art.com

„Bomben auf Kiew“ (Installation)  Ein Quader aus verrostetem Metallgitter teilweise bestückt mit schwarzen Quadern, aus alten, in Form gepressten Stofftaschentüchern. Der Gitterquader ist platziert auf einer quadratischen  100×100 cm großen Metallplatte und sollte in einigem Abstand zur Rauminstallation stehen.


 

AUFZEICHNUNGEN

Eric Pawlitzky: SEUMES WEG / Georg Schrabeck: A LA RECHERCHE
Dauer: 07.12. – 21.12.2024
Vernissage: Fr. 06.12.2024 ab 19:00 Uhr

Eric Pawlitzkys Kunstprojekt „Seumes Weg“ begann mit einer Wanderung über 2.160 km. Er rekonstruierte den berühmten „SPAZIERGANG NACH SYRAKUS IM JAHRE 1802“. Dabei ging er fotografisch der Frage nach, was Johann Gottfried Seume (1763-1810) heute sehen würde. Entstanden ist eine umfangreiche multimediale Dokumentation. Wie Seume auch, entwirft Pawlitzky eine Betrachtung des gegenwärtigen Europas.

Georg Schrabecks Werk ist ebenfalls geprägt von Orten und Begegnungen. In seine Objekte und Malerei werden eigene, poetische Texte integriert, die in Blei geprägt oder per Handsatz gedruckt wurden. Ähnlich wie Fragmente flüchtiger Erinnerungen entzieht sich aber die Bedeutung teilweise oder ist hermetisch verschlossen.

 

Abbildungen: Foto oben:  Eric Pawlitzky mit Besucherinnen vor der Karte der Wegstrecke / Objekte unten: „Orte“ von Georg Schrabek (Blei, Holz, Farbe) 


 

Paul Hirsch: WANDEL – Holzskulpturen und Objekte

Vernissage: Fr. 25.10.2024 ab 19:00 Uhr
Geöffnet vom 26.10- 30.11.2024
Donnerstags/Freitags von 14-18 und Samstags von 11-16:00 Uhr
 
Open Sunday am Sonntag, dem 17.11, von 14-18:00 Uhr
Paul Hirsch stellt mit seinen Holzskulpturen und -objekten die aktive Einbindung des Betrachters in den Mittelpunkt. WANDELbare Skulpturen stehen im Dialog mit seinen neuen Wandarbeiten aus Holz, die ebenso aktuelle Positionen hinterfragen. Das Zusammenspiel von archaischen Formen mit Symbolen aus der Jetzt-Zeit erzeugt ein Spannungsverhältnis, in dem sich spielerisch Fragen stellen und sich der Betrachter interaktiv einbringen kann. Der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich schreibt über die Arbeiten von Paul Hirsch: „Man kann sie also nicht beliebig verändern, vielmehr bieten sie Freiheit in einem klar definierten Rahmen.“
 
 

VERTRAU MIR, ICH TRÄUME – Romantik 3.0 (Teil 3)

Mit Mireille Jautz, Lea Wittich, Georg Schrabeck, GroupV: Paul Hirsch, Volkmar Hoppe, Peter Zuppa/Gudrun Aßmann

07.09. – 19.10.2024

Vernissage: Fr. 06.09.2024 ab 19:00 Uhr

Offener Sonntag am 29.9.   14- 18 Uhr

Das Kunstkollektiv im MIXER zeigt den dritten und letzten Teil einer Serie, die C.D. Friedrich gewidmet ist. In einer Zeit der Veränderungen durch digitale Entwicklungen werden Verbindungslinien zur Romantik hinterfragt. Im Fokus ist diesmal Freundschaft und Verbundenheit; wesentlich für die Entstehung der deutschen Romantik.

Die unterschiedlichen Positionen der Schau nähern sich dem Thema auf vielfältige Weise: Lea Wittichs Video und Textilkunst imaginiert eine Art postapokalyptische Kommune in tiefer Verbundenheit. Mireille Jautz malt die ihr im Traum erschienene Freundin in prachtvollen Farben. In Volkmar Hoppes Werk „Cicada’s Song“ können Briefe vom Publikum über eine SMS zum Leben erweckt werden. Ebenso laden Paul Hirschs Hausaltäre dazu ein, ihre im QR-Code verborgenen augmentierten Bedeutungen partizipativ zu entschlüsseln.

Zwei Kunstwerke thematisieren die moderne Art der Kommunikation auf Social Media: Georg Schrabecks Collagen „Meinungen“ zeigen kommunkative Worthülsen und deren Hilflosigkeit. Peter Zuppa und Gudrun Aßmann unterlaufen Gewohnheiten mit ihrem digital-reaktiven „The Artwork Likes You“.

Veranstaltet von: groupV e.V. / Kuration: Michaela Schrabeck
Mit freundlicher Unterstützung durch das KULTURAMT DER STADT FRANKFURT a.M.

  Abbildung: Lea Wittich: Evidentia (Videostill einer Performance)