SOLID GHOSTS (Part 2): Jo Albert / Benjamin Pompe

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Im zweiten Teil von SOLID GHOSTS treffen zwei Künstler aufeinander, die vom Verhältnis des Menschen zu den Dingen erzählen.

Jo Alberts Fotoserie „Konsumschamanen“ zeigt Figuren und Szenarien, in denen Konsum zum modernen Kult wird. In seinen Werken verschmelzen Alltagsprodukte mit ihren Träger:innen, sie werden zu Fetischen, Accessoires oder Masken, die den Menschen verdecken, aber auch schützen. Mode kann als moderne Rüstung interpretiert werden, aber auch als Deformation. Der reale Ort der Inszenierung, ein von Auswirkungen der Erderwärmung heimgesuchter Wald, kontrastiert die exzessive Überladung und verweist auf Entfremdung durch Konsum.

Benjamin Pompes Collagen reagieren auf modernen Konsum mit Motiven aus Computerspielen. Hier stehen digitale Assets im Zentrum – virtuelle Objekte, die Spielende aufrüsten, schützen oder schmücken sollen. Pompe schichtet sie, löst sie aus ihrem funktionalen Kontext und zeigt sie als kulturelle Artefakte einer Ökonomie, in der Wert und Wirksamkeit für manche hauptsächlich im Spielraum existieren. Seine Postdigitalen Collagen offenbaren den Konsum im Digitalen als Spiegel des Konsums im Realen.

Abbildung:
Jo Albert, aus der Serie KONSUMSCHAMANEN (Fotografie, Größe variabel)

ERÖFFNUNG: Freitag, 23. Oktober von 18 – 21 Uhr

GEÖFFNET: 24.Oktober – 28.November 2026, Do. /Fr. 15-18 + Sa. 12-15 Uhr

OPEN SUNDAY: 22. November 2026 von 14-18 Uhr