Ausstellung vom 24.02 – 09.03.2024
Vernissage am 23.02.2024, 19 Uhr
Während der Ausstellung findet samstags von 15-18 Uhr
das artLab der groupV statt.
Wir laden ein zu Diskussionen, Experimenten und mehr.
www.groupV.de


Frankfurt
Ausstellung vom 24.02 – 09.03.2024
Vernissage am 23.02.2024, 19 Uhr
Während der Ausstellung findet samstags von 15-18 Uhr
das artLab der groupV statt.
Wir laden ein zu Diskussionen, Experimenten und mehr.
www.groupV.de


Malerei, Fotografie, Objekte, Textarbeiten…
Verena Landau: Stromboli 01, 2019, Öl auf Leinwand, 20x30cm
Ute Z. Würfel: »Traum« aus der Serie »Von Tag zu Tag« Selbstportrait vom 24. März 2013, Fotomontage, 594 mm x 841 mm
Die Ausstellung Flugismen vereint das Werk zweier Künstlerinnen, deren langjährige Freundschaft von intensivem künstlerischem Austausch geprägt ist. Trotz unterschiedlicher Ausdrucksformen – Malerei bei Verena Landau, Text- und Performancekunst bei Ute Z. Würfel – teilen beide eine poetische Bildsprache und die Sehnsucht nach dem Fliegen als Metapher für Aufbruch, Freiheit und Utopie.
Verena Landau (*1965 in Düsseldorf) lebt in Leipzig. Sie studierte Malerei an der HGB Leipzig bei Arno Rink, Neo Rauch und Wolfram Ebersbach, zuvor klassische Maltechniken in Florenz. U.a. Förderungen erhielt sie im Jahr 2003 ein Stipendium der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Seit 2008 ist sie künstlerische Mitarbeiterin am Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig. In ihren Bildserien, wie »Versprechen der Kindheit«, verwebt sie architektonische Erinnerungsorte mit fragilen Momenten von Verheißung und Verlust.
Ute Z. Würfel (*1966 in Berlin) ist Künstlerin, Autorin und Kuratorin. Nach ihrem Studium der Freien Kunst arbeitete sie unter anderem an der Cité Internationale des Arts Paris. 2001/2002 wurde sie mit dem Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg ausgezeichnet. Als Autorin, Fotografin, Redakteurin, Lektorin und / oder Designerin arbeitete sie u. a. an den Zeitschriften »Schoenbildschauer«, »Nürtinger Hefte zur Kunst«, »Skizzen 8 – 15«, »Kunst & Kultur« und am Katalog »Olaf Rauh« mit sowie an den Büchern »Vertragswerk Bildende Kunst« (ISBN 3 – 93 23 49 – 11 – 3) und »systemfehler_neustart« [s_n] (http://www.froehlicher-untergrund.de). Das Manuskript zu »s_n« wurde 2010 im Deutschen Historischen Museum Berlin präsentiert. 2012 wurde der Prototyp des Konzeptbuches »systemfehler_neustart« sowie der Katalog »Zerreissproben« (Meine Verlag Magdeburg, ISBN 9 78 – 3 – 94 13 05 – 20 – 5) ins Archiv der documenta Kassel aufgenommen.
Ihre »Fliegergedichte«, die sie als Papierflieger in Performances „auf Reisen“ schickt, und das Romanprojekt »Genug geliebt« behandeln urbane Räume als soziale Bühnen und poetische Landschaften.
Flugismen zeigt zwei Positionen, die sich gegenseitig spiegeln: fliegend zwischen Wort, Bild und Wirklichkeit, zwischen Erinnerung und Vision, zwischen Körper und Raum.
Verena Landau: Versprechen der Kindheit 01, 2017, Öl auf Leinwand, 30×40cm
Ute Z. Würfel »6 Photomatonarbeiten von 2 x [365 ± 1] Fotografien« aus der Serie »De jour en jour – Von Tag zu Tag« Paris 2001/2002, Lamda-Prints auf Aludibond (Diasec®-Licence), à 112 cm x 72 cm
Würfel subsumiert unter dem Titel »Von Tag zu Tag« serielle Werke tagebuchähnlichen Charakters, wie bspw. das kartografische Drehbuch »De jour en jour – Claude Panama et la grande bouffe d’escargot« (2001/2002) das aus insgesamt 2 x 366 Fotografien besteht, die im Verlauf eines Jahres (365 Tage ± 1 d) täglich auf den Pfaden psychogeografischer Umgebungskonstruktionen durch den Untergrund (base) und den Überbau (superstructure) der Stadt Paris streifend, in verschiedensten Photomatons (Foto-Fix-Automaten) mit unterschiedlichsten Passanten aufgenommen wurden. Gesichter der Großstadt. Auf jenen Photomaton-Bildern befindet sie sich stets an der selben Stelle hinter den Abgelichteten, die sie in verschiedensten Pass-Bild-Automaten fotografierte. Wie ein Chamäleon scheint sie den Portraitierten auf einfühlsame Art nahe zu sein und ihnen bisweilen sogar vom Ausdruck her ähnlich zu werden.

08. Juli – 26. August 2023
Opening: Freitag, den 07.07., 19:00 – 22:00 Uhr (7 pm – 10pm)
Einführung / Introduction (Thomas Sterna)

Wil-ma Kammerer: bitte zu tisch
Über die Arbeiten von Will-ma Kammerer:
Einsatz, rigorose Arbeitsweise, Umgang mit den Materialien und Wahl der Themen von Wil-ma Kammerer zeugen von einer ausgesprochen starken Künstlerpersönlichkeit, der zunächst ausschließlich darum geht, die gesetzte Zielsetzung zu erreichen. Wil-ma Kammerer gehört zur Gattung von Künstlerinnen, die sich durch unbändige Kraft, große Zivilcourage, bedingungslose Hingabe und eine ganz eigene Formensprache auszeichnen und es schaffen, selbst in der heutigen, tendenziös verbrauchten Kunstszene noch markante Akzente zu setzen, wie eine Louise Bourgeois, Jenny Holzer, Marina Abramovic, Magdalena Abakanowisz, Rebecca Horn, Shirin Neshat, Pippilotte Rist oder Rosemarie Trockel zu tun vermag.
Diese Frauen behandeln Themen aus einer weiblichen Sicht, in ihrer spezifischen Ausrichtung noch unverbraucht, verfügen über ein künstlerisches Potential, das sich noch durch die Vehemenz des Engagements einerseits und die inhaltliche Einfachheit anderseits auszeichnet.
(Traudi Messini)

Andreas Zingerle: Mutation und Schattenspiel
Über die Arbeiten von Andreas Zingerle:
Schwere Betonleiber und – Torsi, die an menschliche Körper oder auch künstliche Häute erinnern, banale Kleidungsstücke, sonderliche Prothesen und Artefakte: die skulpturalen Arbeiten von Andreas Zingerle lassen stauen. Beton ist für den Künstler das adäquate materielle Ausdrucksmittel, um dreidimensionale Arbeiten zu gestalten, es reizt ihn, gerade dessen grobe, harte Struktur gegen den Strich zu bürsten, ihn in weiche, bisweilen zarte Formen zu gießen. Zingerle konfrontiert uns mit außergewöhnlichen, oft auch irritierenden Objekten, die unsere Wahrnehmung herausfordern und sich eindeutigen Interpretationen entziehen. Sowohl in Material wie Inhalt stehen die Arbeiten dabei in der Tradition eines erweiterten Skulpturenbegriffes. Klassische Merkmale der Skulptur werden zwar beibehalten, gleichzeitig aber neu verhandelt und kritisch hinterfragt.
Als Ausgangspunkt in der Malerei von Andreas Zingerle dienen Fotos. Sie werden digital am Computer bearbeitet und auf ihre Hell-und Dunkelwerte reduziert. Die analoge Umsetzung – mittels Schablone gesprühtes und dann fein lasiert gemaltes Öl auf Leinwand – ist aber Malerei durch und durch. Rasch löst sich der Künstler von der fotografischen Vorlage und entfernt, einem Eliminierungsprozess gleich, alles Überflüssige, bis nichts mehr die Konzentration vom eigentlichen Motiv nimmt, bis keine Details mehr auf spezifische Orte verweisen und sich das Persönliche zur Allgemeingültigkeit öffnet. Der malerische Prozess und die investierte Zeit, die Änderungen und Schichtungen, das Sprühen, das fein lasierte Malen und wieder Wegwischen ist in die Bilder eingeschrieben und stellt eine hohe Dichte her – eine Dichte, die beim Betrachten der Bilder auch spürbar und sichtbar ist. Neben den Schattengestalten malt Zingerle vor allem Portraits, Gesichter mit transparenter Haut zwischen Schärfe und Unschärfe, die sich stets in einem Spannungsfeld von Wiedererkennbarkeit und Anonymität bewegen.
(Aus dem Katalogtext – von Günther Oberhollenzer)
13. Mai – 01. Juli 2023
Opening: Freitag, den 12.05., 19:00 – 22:00 Uhr (7 pm – 10pm)
Vortrag und Führung (Thomas Sterna): 27. Mai um 15 Uhr
Lecture and guided tour (Thomas Sterna): May 27 at 3 p.m.
Finissage: Montag den 3.7. von 18 bis 21 Uhr (6pm – 9 pm)

„standfest“, 2020 / 200 x 150 cm / acrylfarben und kreiden auf karton
„standfest“, 2020 / 200 x 150 cm / acrylic paints and chalks on cardboard
Der Zeichner Klaus Vogelgesang hat über ein halbes Jahrhundert lang die Kunst in Berlin entscheidend mitgeprägt. Geboren am 27. April 1945 in Radebeul, siedelte er 1965 nach West-Berlin über. Seit den 1970er Jahren gehörte er zu den „Kritischen Realisten“, die in der Tradition der „Veristen“ der 1920er Jahre gesellschaftliche Auswüchse in den Blick nahmen. Die Faszination, die sich bei Betrachtung von Vogelgesangs Bildern einstellt, beruht auf der Hervorrufung voyeuristischer Instinkte angesichts der mit sinnlicher Stofflichkeit reproduzierten Hässlichkeit des gemeinen Spießbürgers.
Mitte der 1980er Jahre trat eine Zäsur im Schaffen Vogelgesangs ein. Bis dahin setzte er sich mit der äußeren Welt auseinander, nun mit der eigenen inneren Realität. Damit ging eine zurückgewonnene Freude am Spiel mit Formen und Farben und eine erhöhte Bereitschaft zum künstlerischen Experimentieren einher. In dem Maße, wie eine konkrete Figuration aus dem Bildgeschehen zurückgedrängt wird, erobert die Farbe den Bildraum, eine Farbe von fluoriszierend-irisierender Leuchtkraft. Der frühere Bühnenraum hat sich in einen imaginären Raum verwandelt, der ort- und zeitlos ist.
For over half a century, the draftsman Klaus Vogelgesang has had a decisive influence on art in Berlin. Born on April 27, 1945 in Radebeul, he moved to West Berlin in 1965. Since the 1970s, he belonged to the „Critical Realists“ who, in the tradition of the „Verists“ of the 1920s, focused on social excesses. The fascination that arises when viewing Vogelgesang’s images is based on the evocation of voyeuristic instincts in the face of the ugliness of the common bourgeois reproduced with sensual materiality.
In the mid-1980s, a caesura occurred in Vogelgesang’s oeuvre. Until then he had dealt with the external world, now with his own inner reality. This was accompanied by a regained joy in playing with forms and colors and an increased willingness to experiment artistically. To the extent that concrete figuration is pushed back from the pictorial scene, color conquers the pictorial space, a color of fluorescent-iridescent luminosity. The former stage space has been transformed into an imaginary space that is placeless and timeless.

„Vogelgesangs Arbeiten führen einmal mehr mit aller Deutlichkeit vor Augen, dass digitale Abbildungen, wie sie heute über soziale Plattformen wie Instagram oder Facebook täglich hunderttausendfach geteilt werden, allenfalls eine Ahnung vom Original vermitteln können. Und das schon allein deshalb, weil das Handy, jenseits der Bild-Auflösungsproblematik Größenunterschiede verwischt und nicht in der Lage ist, die physische Präsenz einer großen Arbeit mit ihrer Nah- und Fernwirkung zu vermitteln. Vogelgesangs Bildobjekte besitzen demgegenüber, wenn man sie im Original betrachten darf, das Potential, einen kontinuierlichen, nachhaltigen Rezeptionsprozess in Gang zu setzen. Insofern wünschen wir dieser Ausstellung viele neugierige Besucher*innen, die bereit sind, sich auf Vogelgesangs visuelle Verführungskunst intensiv einzulassen.“ (Thomas Sterna)
„Vogelgesang’s works once again make it abundantly clear that digital images, such as those shared hundreds of thousands of times a day on social platforms like Instagram or Facebook, can at best convey only a hint of the original. And that’s simply because the cell phone, beyond the problem of image resolution, blurs differences in size and is unable to convey the physical presence of a large work with its close-up and distant effect. Vogelgesang’s pictorial objects, on the other hand, have the potential, if one is allowed to view them in the original, to set in motion a continuous, sustained process of reception. In this respect, we wish this exhibition many curious visitors* who are willing to engage intensively with Vogelgesang’s visual art of seduction.“ (Thomas Sterna)

Geschäftsbriefumschläge:
„… die adressfenster in den geschäftsbriefumschlägen erinnern mich an die türchen der adventskalender meiner kindheit. ich begann mit den umschlägen zu spielen und zu arbeiten, indem ich sie überzeichnete und die briefmarken, das logo, die stempel etc. in das überzeichnen mit einbezog. material wie z.b. glanzbilder, illustriertenfotos oder eigene kl. kritzeleien schob ich dann unter das adressfenster, bis sich alles zu einem poetischen bildganzen fügte und so aus dem wegwerfumschlag etwas anderes, eigenes und neues wurde…“
business letter envelopes:
“… the address window in business letter envelopes remind me of the little doors in the advent calendars of my childhood. i began to play with the envelopes and include them in my work by drawing on them and adding postage stamps, a logo, other stamps, etc. next, i put material such as glossy images, magazine photos and my own small doodles in the envelope under the address window. everything eventually fused into a poetic complete image, and something destined for the dustbin transformed into something different, unique and new…”

Ausstellungsansicht Kunstverein Göttingen / März 2023
exhibition-view Kunstverein Göttingen / March 2023

Aus der Serie der „Schmutzigen Aquarelle“ (2011/2015) ca. 31,5 x 23 x 5 cm.
„…. ich „zeichne“ mit dem pinsel, „übermale“ mit kreiden und deckfarben, wische alles wieder weg, z.b. mit dem haushaltsschwamm, halte das blatt unter den wasserstrahl, übermale erneut, zeichne hinein, radiere und wiederhole das so lange, bis ein zustand erreicht ist, der meinem bildbedürfnis entspricht. damit belasse ich alle spuren des arbeitsprozesses, die sich auf der oberfläche als eine art „schmutzfilm“ eingegraben haben…“
work from the series „sloppy watercolors“ (2011/2015) ca. 31,5 x 23 x 5 cm.
“…. i ‘draw’ with a brush, ‘paint over’ with chalks and opaque paint, wipe everything away again with a sponge, for example; hold the sheet under running water, paint over more areas, draw on it, erase and repeat – until i have achieved a state that matches my pictorial needs. i leave all of the traces of the creative process that have worked their way onto the surface like a ‘layer of grime’ right where they are…”

Klaus Vogelgesang 2011 in seinem Berliner Atelier
Klaus Vogelgesang 2011 in his studio in Berlin
Thomas Sterna : Einführungsvortrag – Göttingen – März 23
18. März 2023 bis 6. Mai 2023
Eröffnung: Freitag, den 17.03., 19:00 – 22:00 Uhr
„While in my work I employ a number of different mediums, the focus is on performance. Every painting is a result of a performance and from a Fluxus interdisciplinary view, every performance is a result of living. My performative work produces tangible results and digital documentation, allowing for three perspectives simultaneously. Through the production of art, I aim to penetrate the viewer’s subconscious, creating a meditative state or sensation that provoke contemplation. Allowing for space to think about who you are and why you feel the way you do. I suggest pondering the rules, written and unwritten, of any given space or place. Stay and reveal in the mystery what may or can happen. I aim to raise questions about the human condition and the unnecessary barriers between humans and humanity. Using the body as a basis for criticism addressed to human social behaviours, as well as representing the physical sphere as a political tool or a reflection of a social phenomenon.“ (HANNAH BERESTIZHEVSKY)
„Unspoken“ (Video-Stills)
„In meiner Arbeit verwende ich zwar eine Reihe verschiedener Medien, aber der Schwerpunkt liegt auf der Performance. Jedes Gemälde ist das Ergebnis einer Performance, und aus der interdisziplinären Sicht von Fluxus ist jede Performance ein Ergebnis des Lebens. Meine performative Arbeit produziert greifbare Ergebnisse und digitale Dokumentationen, die drei Perspektiven gleichzeitig ermöglichen. Durch die Produktion von Kunst möchte ich in das Unterbewusstsein des Betrachters eindringen und einen meditativen Zustand oder ein Gefühl erzeugen, das zum Nachdenken anregt. Es soll Raum geschaffen werden, um darüber nachzudenken, wer man ist und warum man so fühlt, wie man fühlt. Ich schlage vor, über die geschriebenen und ungeschriebenen Regeln eines bestimmten Raums oder Ortes nachzudenken. Bleiben Sie und enthüllen Sie das Geheimnis dessen, was passieren kann oder darf. Mein Ziel ist es, Fragen über die conditio humana und die unnötigen Barrieren zwischen Mensch und Menschheit aufzuwerfen. Ich nutze den Körper als Grundlage für Kritik an menschlichen sozialen Verhaltensweisen und stelle die physische Sphäre als politisches Werkzeug oder als Spiegelbild eines sozialen Phänomens dar.“(HANNAH BERESTIZHEVSKY)
“Motherless” (Video-Still)
„I always have and always will see and remember myself as an artist. Always will I remember and see myself as an artist. Have I always seen and remembered myself as an artist? I always will see and remember myself as an artist. Have I always remembered and seen an artist as myself? Will I always see and remember myself as an artist? Will an artist always remember and see as myself? I will always remember an artist as myself. I was always seen and remembered as an artist. Was I always seen and remembered as an artist? Will I always be seen and remembered as an artist? Will an artist be seen and remembered as me? I always have and always will see and remember myself as an artist.“(HANNAH BERESTIZHEVSKY)
„Why must one cut his roots in order to fly?“ (Video-Still)

vita:
Birthplace planet „Earth“
Birth year 1988 / Lives in Barcelona Works in A.R.T
Schools Universitat de Barcelona, fine arts, 2018, MFA IN BARCELONA
10. Dezember 2022 bis 15. Januar 2023
Eröffnung: Freitag, den 9.12., 19:00 – 22:00 Uhr
Eine sich aufbäumende, in der Bewegung erstarrte dreidimensionale Woge aus Parketthölzern im gediegenen Ambiente eines ehemaligen Jugendstilhotels. Eine auseinandermontierte und wieder zusammengebaute tonnenschwere LKW-Zugmaschine im Schaufenster einer Zimmergalerie. Oder eine riesige silbern leuchtende Grube auf dem Waldgelände eines einstmaligen Nato-Munitionslagers: Christine Biehlers oft raumgreifende Interventionen und Installationen suchen stets die temporäre Auseinandersetzung mit einem spezifischen Ort, um seine Wahrnehmung nachhaltig zu verändern. Dabei entstehen begehbare poetische oder surreale Raumbilder und Skulpturen, die in ihrer Dimensions- und Kontextverschiebung Verblüffung und Irritationen hervorrufen.
Die Galerie der Mixer präsentiert den neuen Katalog von Christine Biehler.
„Installationen“ enthält auf 320 Seiten 400 Abbildungen und vereint Arbeiten der Künstlerin aus den letzten zwanzig Jahren, eingebunden und kommentiert durch eine Sammlung persönlicher und kurzweiliger Textbeiträge von Helfer*innen, Fachleuten und Kurator*innen, die von den Begleitumständen und dem Zusammentreffen mit einer Idee erzählen. Die Publikation ist im modo Verlag Freiburg erschienen. Zum Buch erscheint eine Vorzugsausgabe (Buch und Installationsrelikt „crushed void“)
Die Buchveröffentlichung findet im Rahmen einer Ausstellung statt, in der es außer dem Katalog auch Videos, golden scheinende Installationsrelikte und andere Wandobjekte zu sehen gibt.
Kurzvita
Christine Biehler (*1964 in Landau i.d. Pfalz) ist Installationskünstlerin und Kunstvermittlerin und lebt und arbeitet in der Nähe von Hanau. Sie studierte Freie Kunst mit den Schwerpunkten Bildhauerei und Film/Video an den Hochschulen für Bildende Künste in Berlin und Braunschweig und an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz.
Seit 1991 stellt sie im In- und Ausland aus und bekam zahlreiche Preise und Stipendien. (u.a. von der Friedrich-Ebert-Stiftung, den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz, der Werkleitz-Gesellschaft und dem Kunstfonds e.V.)
Leitbegriffe ihrer Kunst sind Prozessorientierung, Performativität und Kontextbezug.
Im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis steht die Transformation von Räumen im weitesten Sinne mittels Installation, Intervention und Aktion. Die ortsspezifischen Arbeiten sind von vornherein als „temporäre Stücke“ gedacht. Skulptur gewinnt eine zeitliche Dimension, die sich gerade in dem Einsatz von Flüchtigem und Flüssigem als Werkstoffen oder performativen Elementen zeigt.
Als Professorin hat sie an den Universitäten Dortmund und Hildesheim und an der Kunsthochschule Kassel zu Bildhauerei, Kunst im öffentlichen Raum und Performance Art geforscht und gelehrt. Von Zeit zu Zeit kuratiert sie Videopräsentationen, Ausstellungen und Projekte im öffentlichen Raum.
Hannes Egger und Thomas Sterna

22. Oktober bis zum 20. November 2022.
Eröffnung: Freitag, den 21.10. 19:00 – 21:00 Uhr
Während der documenta fifteen haben die Künstler Hannes Egger und Thomas Sterna einen Projektraum im Kulturbahnhof Kassel angemietet und ihn mittels Losentscheid an andere Künstler*innen weitergegeben. Die Ergebnisse dieses 100 Tage dauernden Experiments zeigen sie beim „Harvest“ in der Galerie Der Mixer Frankfurt vom 22. Oktober bis zum 20. November 2022.
Das Losverfahren als bereits in der Antike erprobtes Mittel demokratischer Auswahl, das auch in der Diskussion neuer Formen politischer Partizipation aktuell eine Wiederbelebung erfährt, wurde bei der Win-Win Lottery zum kuratorischen Prinzip. Aus den mehr als 300 verkauften Losen vergab Fortuna höchstpersönlich 13 Ausstellungen von je einer Woche. Die Gewinner*innen konnten selbst ausstellen, ihre Ausstellungsmöglichkeit weitergeben, oder auch weitere Künstler*innen einladen. Aussteller*innen waren: Susanne Dundler; Sari Alia; Martine Glod & Sarah Schleich (kuratiert von Sandra Schwender); Verena, Jule & Franz Biggel; Lucas Martell (kuratiert von Rachel Rogerson), Çağla Erdemir; Andrea Varesco; Wolfgang Gemmer; Simon Steinhauser; Edoardo Piermattei & Oliviero Fiorenzi; Masatoshi Noguchi & Jakob Francisco; Christine Camenisch, Johannes Vetsch & Pascal Lampert und Katharina Schnitzler.
Zum Abschluss des Projekts fand im ruruHaus der documenta fifteen ein Diskussionsabend mit Hannes Egger (Künstler), Dan Perjovschi (Künstler), Farid Rakun (Kurator, Mitglied von ruangrupa), Thomas Sterna (Künstler) und Judith Waldmann (Kuratorin) zum Thema „Losverfahren als Auswahlkriterium und Möglichkeitsraum“ statt. Eine Videodokumentation der Diskussion ist in der Ausstellung zu sehen.
Bei Harvest handelt es sich um ein Grundprinzip der von ruangrupa ausgerichteten documenta fifteen. Die Vorgabe lautet, nach einem Projekt oder z.B. auch einem Walk durch die Ausstellung das Erlebte und Erfahrene im Austausch kollektiv zu reflektieren und zu diskutieren.




Harvest Abendessen im Mixer am 15.11.22.
Gäste: Bernard Balkenhol (Kurator / Kassel), Christine Biehler (Künstlerin / Frankfurt), Vollrad Kutscher (Künstler / Frankfurt), Katinka Fischer (FAZ – Redakteurin / Wiesbaden , Sofi Zezmer (Künstlerin / Wiesbaden), Susanne Hesse (Kassel)
Gastgeber: Hannes Egger und Thomas Sterna



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09. September – 15. October 2022
Saisonstart 09. September 2022, 18:00–22:00 MEZ/MET |

Die Galerie DER MIXER zeigt Masken von Marc Behrens und performative Fotografien des Künstlers, die von 2020 bis 2021 teils in Zusammenarbeit mit Robert Schittko, Carlo Kurth und Mara Lou Kurth entstanden sind.
Als 2020 im dritten Dürrejahr riesige Waldgebiete von Schädlingen befallen und gerodet sind, postiert sich Behrens als „Yellow Pink Mask“ mitten auf einer Rodungsfläche. Sein ansonsten nackter, verletzlicher Körper setzt sich Sonne und Bodenerosion aus. Vielleicht lässt sich der zerstörte Zusammenhalt von Pilzmycel-Netzwerken und ihren Partnerpflanzen erahnen. Durch die Maskierung aus verformtem und gefärbtem Kunststoff ermächtigt und geschützt, macht Behrens den performativen Moment in der Fotografie zum Kunstwerk. Zum Ritual, um in der komplexen Realität handlungsfähig zu bleiben.
„Mask Behrens“ beginnt 2013 mit einer kleinen, selbstgefertigten Burqa für die Performance „Clould“, die zuletzt 2019 aufgeführt wird. Es geht um die Verbindung von Vielfliegerei mit den übernatürlichen Wesen, die vermeintlich in den Wolken leben, oder deren Körperteile und -säfte die Wolken angeblich erst erzeugen – so wie das zerstückelte Gehirn des Riesen Ymir. Eigentlich spielt das Thema Maske für Behrens schon in seiner Abschlussarbeit „Body Modification Körperdesign“ an der HfG Offenbach vor 20 Jahren eine Rolle. 2020 beginnt Marc Behrens wieder – unter Verballhornung seines eigenen Vornamens –, Masken, diesmal mit Blick auf Selfies, Blickschutz bei Gerichtsprozessen, Tarnung gegen Gesichtserkennung, den Klimawandel oder moderne Übergangsrituale zu erforschen.
Das Projekt „Mask Behrens“ und der gleichnamige, 2021 beim KANN-Verlag (Frankfurt am Main) erschienene Katalog wurden gefördert durch die Hessische Kulturstiftung im Rahmen des Kulturförderprogramms „Hessen kulturell neu eröffnen“.
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Press text EN
Mask Behrens
THE MIXER gallery will show masks by Marc Behrens and performative
photographs, created by the artist from 2020 to 2021, partly in
collaboration with Robert Schittko, Carlo Kurth and Mara Lou Kurth.
When in 2020, in the third year of drought, huge areas of forest are
infested with pests and cleared, Behrens presents himself as „Yellow
Pink Mask“ in the middle of a clearing area. His otherwise naked,
vulnerable body gets exposed to sun and soil erosion. One can perhaps
sense the destroyed cohesion of fungal mycelium networks and their
partner plants. Empowered and protected by the masking made of deformed
and coloured plastic, Behrens turns the performative moment in the
photograph into a work of art. To a ritual in order to remain
operational in the complex reality.
„Mask Behrens“ begins in 2013 with a small, self-made burqa for the
performance „Clould“, last performed in 2019. It is about the connection
of frequent flying with supernatural beings that supposedly live in the
clouds, or whose body parts and juices supposedly create the clouds in
the first place – like the dismembered brain of the giant Ymir.
Actually, the subject of masks already plays a role for Behrens in his
final thesis „Body Modification Körperdesign“ at HfG Offenbach (Germany)
20 years ago. In 2020, Marc Behrens – transmogrifying his own first name
– resumes to explore masks, this time with a focus on selfies, privacy
in court proceedings, camouflage against facial recognition, climate
change or modern rites of passage.
The Mask Behrens project and the catalogue of the same name, published
by KANN-Verlag (Frankfurt am Main) in 2021, were funded within the
framework of the cultural promotion programme “Hessen kulturell neu
eröffnen” by Hessische Kulturstiftung.
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Links
http://marcbehrens.com/proj/mask_behrens.html
http://www.kann-verlag.de/newrelease_Marc_Behrens_2021.html



Opening: Friday 24.06.22, 7pm
Duration: 25.06. – 20.08.22
Artists: Hannes Egger(I), Michael Fliri (I), Ewald Janz , Pascal Lampert (CH), Stefan Sünder, Thomas Sterna, Valeria Stuflesser (I), Clemens Tschurtschenthaler (I),






For the duration of documenta fifteen, artists Hannes Egger and Thomas Sterna will give away a total of 12 one-week slots for solo exhibitions at KulturBahnhof Kassel. The choice of who is selected, however, is not up to a team of curators – but to the Wheel of Fortune. To accompany the 12 shows, a symposium will take place in parallel. Raffle tickets to win an exhibition spot can be purchased at www.winwinlottery.org from 02 April 2022.
Participating in a major international exhibition is many a contemporary artist’s dream – one that promises fame, distinction and possibly even wealth. And yet, this chance is only granted to a chosen few. It is undeniable that success requires not only skill, smart ideas and tenacity, but also a great deal of luck. And that is precisely what Hannes Egger and Thomas Sterna are placing their bets on with the Win-Win Lottery project: challenging the contemporary hegemony of the curatorial principle with a game of chance in the form of a raffle.
From 10 June to 25 September 2022, the two artists will rent an exhibition space at KulturBahnhof Kassel and draw lots for a total of 12 one-week presentation slots during documenta fifteen – leaving the decision up to chance rather than one or a handful of experts.
From 02 April 2022, professional artists from all backgrounds interested in winning the exhibition space can enter the prize draw by simply purchasing one or more raffle tickets at the price of € 20 each, that way automatically taking part in all future draws. Tickets are available at www.winwinlottery.org. The winners, selected in three draws between May and August 2022, are then free to show their works for a week at the heart of the contemporary art world without any requirements regarding content and/or aesthetic input. They will be notified via e-mail one month before their allocated slot.
The exhibition project resulting from this “aleatory” approach to selecting will be complemented by a symposium – accessible also in the digital realm – featuring a high-profile panel of experts who will explore new forms of selection and creating access to both public and private exhibition spaces.
The increasing re-courtification of post-modern society does not stop at “art” and its forms of presentation, especially since an ever-growing new establishment – the super-rich and celebrities from the worlds of politics and arts – focuses primarily on market-driven artistic excellence as a source of image transfer, status cultivation or speculative investment. As a consequence, “Winner Takes All” effects are becoming ever more pervasive – while stifling older forms of artistic autonomy that are still in keeping with the tradition of modernism. Or, as Pierre Bourdieu put it, those who don’t have an (affluent) audience don’t have any talent. This is a radical reversal of the beliefs held by Marcel Duchamp, who still dared to voice his dissent with his influential contemporaries of the mid-20th century, placing his trust in a future audience.
The drawing of lots has long been a pivotal part of democratic decision-making: In Ancient Greece, for instance, sortition was used to allocate political offices in Athens, and the practice of casting lots is mentioned several times in the Old Testament. Now, it is undergoing a revival that permeates the current discussions around new forms of democratic participation. The Win-Win Lottery project will see the practice trialled as a selection procedure capable of provoking a much-needed debate on conventional evaluation standards and ranking systems.
Hannes Egger‘s artistic practice is, in essence, characterised by a conceptual approach that aims to involve and interact with his audience. As such, his performances, installations and participatory projects invite us to adopt unusual attitudes, positions and points of view in order to reflect on the reality that surrounds us and the way in which we share the spaces we inhabit. His notion of art does not depart from a work of art in the traditional sense; instead, it involves the creation of situations on an open platform in-the-making, allowing us to observe just how those situations may develop and evolve as a result of participation. He frequently provides coordinates or instructions to be followed, and in doing so turns the participants’ actions into a work of art in and of itself.
Autobiographical occasions aside, Thomas Sterna’s work tends to focus on exploring the current conditions of autonomous artistic production and on questioning their social and political foundations, all the while interweaving the inward gaze and the sociological bird’s-eye view. If Adorno’s famous words are to believed, an essential motive behind both approaches is “to let neither the power of others, nor our own powerlessness (…), stupefy us”. From Sterna’s perspective, this also includes strategies of self-empowerment that transcend one’s own artistic practice such as devising and presenting entirely new exhibition formats, adopting activities that may seem to be wholly unrelated to art and authoring theoretical texts, to name but a few.
Read more at www.winwinlottery.org
The Win-Win Lottery Pop Up Show at the Mixer
07.05. – 22.06.



Künstler*innen: Susanne Dundler(D), Miruna Gavaz (ROU), Christian Manuel Schreiber (D), Valeria Stuflesser (I)
Eröffnung: Freitag, 18. März 2022 um 19 Uhr
Ausstellung: 19. März – 2. Mai 2022
Susanne Dundler
Susanne Dundler verhandelt in ihren Arbeiten instabile Prozesse. Diese entstehen durch das Verschmelzen der Disziplinen Bildende Kunst und Musik. Sie untersucht mit einem kritischen Bewusstsein für theoretische Gebilde, wie konzeptuelle Überlegungen auf unterschiedlichste Arten in künstlerische Praktiken einfliessen können. Ihr Fokus liegt dabei auf dem Spielen mit vermeintlicher Subjektivität und künstlicher Kollektivität. Die Zäsur wird auf formaler Ebene erzeugt. Wie zum Beispiel durch die Komposition einer Oper, die sie eigenständig eingesungen, eingespielt und arrangiert hat. Sie agiert mit dem Verweis auf den Zwiespalt von kollektiven und individuellen Strukturen. Also auf einen Zustand der entsteht, wenn kollektive Prozesse auf den von der Umwelt als abgespalten wahrgenommenen Körper einwirken. So zeigt sie auch geschlechts- spezifische Vormachtstellungen in normativen Bereichen der Gesellschaft auf, die sich generell in der Leistungsorientierung und in der Kontrolle beziehungsweise in Machtverhältnissen abzeichnen.
Bio:
Susanne Dundler studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Sie ist Meisterschülerin von Michael Munding. Neben Malerei bei Prof. Michael Munding studierte sie ebenfalls in der Klasse Interaktive Medien/ Dynamische Akustische Forschung bei Jan St. Werner.
Studium:
2021 Abschluss des Studiums mit dem Erwerb des Diploms für Bildende Kunst
2018 Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg (AT) – Tony Chakar
2017 bis 2021 Klasse Interaktive Medien/ Dynamische Akustische Forschung – Prof. Jan St. Werner
2014 bis 2021 Klasse für Freie Malerei & Kunsterziehung – Prof Michael Munding
2014 bis 2021 AdBK Nürnberg
Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl):
2021 Sounds of our Cities, De Vriendschap, Roeselare, Belgium
Conditions of a Necessity – The Assembly, Performancebeteiligung, Staatliche Kunsthalle Baden Baden, mit dem Kollektiv Dynamische Akustische Forschung (DAF)
2020 Drama mit Megaphonen, Blaue Nacht, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
2019 Periodic Composite Waveform Environment, Ultima Contemporary Music Festival, Henie Onstad Kunstsenter Oslo (NOR)
2018 PEOPLE, Festival im Funkhaus Berlin
I follow your rules, Salzburg Portrait, Salzburg (AT)
Stipendien:
2022 Stipendium des Freistaats Bayern: Junge Kunst und neue Wege, IDENSITAT – Sounds of our Cities, Residency Roeselare (BEL),
2021 – Ernennung zur Meisterschülerin von Professor Michael Munding,
2020 – Akademiepreis,
2019 – Akademiepreis,
2018 – Stipendium für Salzburg Sommerakademie

Susanne Dundler Layout für Wandzeichnung
Miruna Gavaz
Miruna Gavaz dreht hauptsächlich Videos, die collagenartig versuchen aus dem Spiel- und Kunstfilmmilieu Stilmittel zu kombinieren und dadurch lose psychologische und höchst persönliche Themen zu behandeln; ihre Themen kreisen im Spiegellabyrinth um Selbstinszenierung, spezifische Neurosen und gesellschaftliche Zwänge, Bindungsverhalten, verstrickte Familiensysteme, ein Gefühl des Heimat- losen, Sexualitätssuchenden, Nationalitätslosen, das Absurde, das Alltägliche, die Fremdpsyche, die Metaphysik.
Bio:
1992 geboren in Constanta, Rumänien
2012 – 2016 Studium Philosophie und Anglistik an der FAU Erlangen-Nürnberg
2016 – 2021 Studium freie Kunst mit Schwerpunkt Freie Malerei bei Prof. Michael Hakimi
ab 2017 Mitglied des Künstlerkollektivs Galerie Duglas
2019 Tutorin bei Prof. Hakimi
2021 Diplom freie Kunst, suma cum laudae, Meisterschülerin
Stipendien:
2018 Ausstellungslabor #22, interner Wettbewerb, AdbK Nürnberg
Preis für Gruppenkollektiv Galerie Duglas, interner Wettbewerb, AdbK Nürnberg
Sommerakademie Salzburg bei Yorgos Sapountzis
2020 Fotografiepreis für MAMA Katalog
2021 Stipendium des Freistaats Bayern „Junge Kunst und neue Wege“
Ausstellungen (Auswahl):
2017 Showflakes auf AEG, Gruppenausstellung, Nürnberg
Armer Hansi (Reeducational Complex), AdbK Nürnberg
Creation of God NAMOR mit Julia Liedl und Mirjam Walther auf AEG, Nürnberg
2018 Nicht jede Raupe wird ein Schmetterling, AdbK Nürnberg
Every breath you take mit Yorgos Sapountzis, Festung Salzburg
Manche haben noch nicht einmal Stifte, Kesselhaus Bamberg
UNDERSTAND THE HOUSE!, AdbK Nürnberg
2019 Performance „Rolling Tones“ mit Raphaela Vogel im Haus der Kunst, München
Kunst + Ökonomie im Neuen Museum, Klassenausstellung, Nürnberg
2020 Gruppenausstellung in piano haus, Nürnberg
gib mauf!, Gruppenausstellung im Irrhain
2021 Just the three of us, Akademie Galerie, Nürnberg
Soloausstellung in der Vitrine, Nürnberg
YUR FRIENDS TO CHILL WITH mit Michael Franz, PERIODE, Berlin

Augen sind zum Weinen da. (Layout)
Christian Schreiber
Christian Schreiber beschäftigt sich vorzugsweise mit “aktiven Installationen”, die angetrieben werden durch “freie Energien” wie z.B. von Wind, Sonne, Wasser. Die Skulptur wird als Arbeitsgerät gedacht, die Naturprozesse wahrnehmen lässt, bewegte Bilder und Akustik generiert. Ein möglichst direkter Kontakt zur Natur und deren Energie ist immer wieder Ziel seiner Arbeit.
Bio:
Christian Schreiber, 1967 in München geboren, lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Nürnberg. Nach einer Ausbildung zum Goldschmied, und zum Meister im Goldschmiedehandwerk arbeitete er viele Jahre als selbstständiger Schmuckmacher in München. Ab 2014 studierte er an der AdBK Nürnberg Bildhauerei, und schloß sein Studium als dipl. bildender Künstler 2021 ab.
Studium:
2014 Studium er an AdBK Nürnberg, zunächst in der Klasse für freie Kunst, Schmuck und Gerät bei Prof. Suska Mackert
2017 Wechsel in die Klasse für Bildhauerei zu Prof. Ottmar Hörl,
2018 Verleihung des Meistertitels durch Ottmar Hörl
2018 Künstler Michael Sailstorfer übernimmt die Leitung der Bildhauerklasse Ottmar Hörls
2020 Wechsel in die Klasse für Malerei und Kunsterziehung zu Prof. Michael Munding
2021 Abschluß des Studiums an der AdBK Nürnberg, als dipl. bildender Künstler
Stipendien:
2021 Stipendienprogramm des Freistaates Bayern “junge Kunst und neue Wege”
2021 Unterstützung im Rahmen des Sonderförderungsprogramms 20/21
NEUSTART KULTUR – Kickstarter-Zuschuss für Absolvent:innen staatlicher Kunsthochschulen
Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl):
2021 Kulturpalast Anwanden (Sweet Home)
2020 Baumwollspinnerei Leipzig (River)
2019 Tiergarten Nürnberg (Rroooaaar!)
2018 Kesselhaus Bamberg (Prozess)
Zum Projekt für den Mixer:
Die als Votiv(e)* modellierten Arbeiten, spiegeln einen Arbeitsprozess wieder, welcher an die momentanen gesellschaftlichen Geschehnissen gekoppelt ist. Eine genauere Thematik und Art der Ausarbeitung der auszustellenden Stücke, ist bis zum Ausstellungsbeginn offen.
Müßte die Welt vermessen, und mich auf die Suche begeben. Vom Erdinneren zur Kruste, von dort in die Weite des Alls und vielleicht darüber hinaus. Alles was dort liegt betrachten.
Und wenn ich mich in mein Ich begebe, in der Annahme das alles einmal Existierende und Geschehene dort verankert ist, als eine Art Erbinformation, was kann ich dort finden.
* Plastische Hinweisbilder und Ausdruckszeichen, Kommunikationsform mit der Überwelt. Dokumentation geistlicher Verbindung, Mitteilungen und Gebete, ein Akt der Anheimstellung.(LCI Lexikon 2015, Engelbert Kirschbaum, S.472)

In uns, um uns, und dahinter (Layout)
Material: Modeliermasse
Valeria Stuflesser
Die Bildhauerin Valeria Stuflesser widmet sich aktuellen Thematiken in gegenständlicher Darstellungsweise. Im Bewusstsein, dass die Bildhauerei ein vorbelastetes Feld ist, da durch Formensprache schnell eine starke Verbindung zur kunstgeschichtlichen Vergangenheit hergestellt wird, sucht sie nach einer Möglichkeit, im postkonzeptuellen Denken zeitgenössische Themen zu verknüpfen, formale Diskurse zu vermeiden und dadurch eine neue Spannung zu erzeugen. Ausgelöst hat dies der Drang nach einer tieferen Auseinandersetzung mit Themen der Skulptur, die über den ästhetischen Zweck hinausgehen. Der Titel der Arbeiten gibt Hinweise auf eine zweite Ebene, welche die Begründung und der Ansporn sind, künstlerisch aktiv zu werden. Die Skulpturen lassen den Blick auf eine kultisch-archaische Weltanschauung zu, jedoch bricht sich die Formensprache in den futuristisch anmutenden, abstrahierten Skulpturen.
Geboren in Brixen (BZ) Italy, 12.03.1996
Ausbildung:
2016 – 2021 Academie der Bildenden Künste Nürnberg (D)
Bildhauerei bei Prof. Ottmar Hörl (2016 – 2018),
Bildhauerei bei Prof. Michael Sailstorfer (2018 – 2020),
Freie Kunst bei Prof. Lena Ziese (2020 – 2021)
Abschluss: Diploma (März 2021)
Summeracademy Val Gardena (I) 2021 und 2018 (jeweils ein zweiwöchiger Kurs)
Professoren: Aron Demetz, Markus Delago, Peter Senoner (2018)
Michael Fliri, Arnold Holzknecht, Sabine Finkenauer (2021)
Stipendien:
2019 PROMOS Stipendium für ein Auslandssemester an der Universidad de Cuenca (Ecuador), Facultad de Artes Visuales. (September 2019 – Februar 2020)
Ausstellungen (Auswahl):
2022 MAM’s ospita Unika; Gruppenausstellung im MAM’s in Sassoferrato (I)
2021 Can’t divide the stars from night; Gruppenausstellung mit Jörg Rodemer, Josefa Schundau, Julius Jurkiewitsch und Susanne Dundler; Circolo, St. Ulrich (I)
Gebrochene Zeitlichkeit; Vitrine des Ausstellungsvereines Circolo, St. Ulrich (I)
2020 Generalschlüssel; Gruppenprojekt mit: Doc Jong Lee, Yujue Liang, Marco von Rotenhahn, Valeria Stuflesser; Akademie der Bildenden Künste Nürnberg (D)
Toque de Queda; Gruppenausstellung in der Casa del artista in Cuenca (Ecuador)
2019 Rroooaaarr!; Gruppenausstellung im Tiergarten Nürnberg (D)
Die Supermaschine; Gruppenausstellung in Mostviel bei Forchheim (D)
Backup; Gruppenausstellung im Projektraum KA, Leipzig (D)
2018 Say YES To SEE MORE; Vitrine der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg am Hauptbahnhof Nürnberg (D)
Unika; Skulpturenmesse in Gröden (I)
Zipla; Symposium auf Ciampinoi, Circolo, Val Gardena (I)
2017 BEST OFF; Gruppenausstellung der Studenten und Absolventen der Klasse des Prof. Hörl, Auf AEG, Nuremberg (D)

An eine Tradition gebunden, Zedernholz, 60 x 27 x 49 cm, 2019